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Dienstag, 23. Juli 2013, 00:40 Uhr » Autor:
Abgelegt unter: Beachvolleyball,Netzinos

Ein Jahr haben die Volleyball-Fanclubs auf dieses Wochenende gewartet. Spiel, Spaß, Spannung mit gleichegesinnten positiv Bekloppten. Davon gab es am letzten Wochenende seeeeeehr viele in Königs Wusterhausen. Alleine 82 Fans machten es ihren Idolen nach und spielten Volleyball. Viele absolvierten vorher professionelle Trainingseinheiten und schafften es gerade noch rechtzeitig den Muskelkater auszukurieren, andere übten ihr Trinkverhalten auf diversen Festen und wieder andere ließen alles entspannt auf sich zukommen. So war jedes der 18 Teams optimal auf dieses Wochenende vorbereitet.

Für die Netzinos begannen die 7. Fanclub-Meisterschaften schon am 13.07.2013. Der Platz wurde auf die Ankunft unserer Gäste aus ganz Deutschland vorbereitet. Es wurde gemäht, geharkt, gefegt und aufgebaut, der riesige Kühlschrank wurde für das Frühstück präpariert.

Am Freitag war es dann endlich soweit. Pünktlich zum Mittagessen erschien unser erster Gast, der SCU Emlichheim. Ihn erwartete zwar kein reichlich gedeckter Tisch, aber er wurde trotzdem herzlich empfangen und durfte uns bei der Arbeit zusehn. Nach und nach trudelten die Gäste aus Dresden, Spergau, Suhl und Düren ein. Mit Friedrichshafen verband uns eine Standleitung, da sie jeden Stau mitnahmen, den es gab. Sie rollten gegen Mitternacht auf den Platz.

Am Samstag wurde pünktlich um 6:30 Uhr geweckt, denn um 7:00 Uhr stand das Frühstück auf dem Tisch. Es galt bei allem Spaß einen straffen Zeitplan einzuhalten. Fotoshooting, technical meeting und Anpfiff. Erstes Durchatmen für die Crew. Alle Teams waren pünktlich am Spielfeld. Um den Meistertitel kämpften drei Teams vom 7. Mann (BR Volleys Berlin), zwei Moskitos (evivo Düren), zwei Wilde Wölfe (VC Dresden), zwei Bluebears (VfB Friedrichshafen), zwei Wild Pirates (CV Mitteldeutschland), drei Teams Dynamics (VfB 91 Suhl), einmal SCU Emlichheim und zwei Teams vom Titelverteidiger Netzinos. Der TV Rottenburg musste leider kurzfristig absagen, was alle Beteiligten sehr bedauert haben. Neu dabei war der KSC Berlin (1. Bundesliga Damen). Die spielenden Fanclubs wurden sogar von anderen Fanclubs besucht, die Springdeiferl vom Generali Haching und der Schweriner SC konnten leider kein Team stellen, ließen es sich aber nicht nehmen, die anderen Verrückten anzufeuern.

Trotz sengender Hitze, es war mal einen Meisterschaft ohne Regen, baggerten die Fanclubs um jeden Ball und bejubelten jeden Punkt. Die 18 Teams waren in der Vorrunde in drei Gruppen aufgeteilt. Die Einteilung wurde am Freitag Abend ausgelost. Gespielt wurden zwei Sätze bis 15 Punkte. Daraus ergaben sich dann sechs neue Gruppen, entsprechend ihren Ergebnissen. Danach wurden die Platzierungen ausgespielt. Im Finale standen die Titelverteidiger und völlig überwältigte Moskitos. Ein Ballpunkt gab den Ausschlag. Sie hatten einen Punkt mehr als das Team vom 7. Mann und zogen somit ins Finale ein. Ein ganz mutiger Moskito hat gesagt, sollte Düren Meister werden, dann gehen wir Sonntag im Adlon essen und ich bezahle. Ihm war ganz schön mulmig zu mute, aber er hätte zu seinem Wort gestanden. Die Platzierungsspiele wurden mit zwei Gewinnsätzen bis 15 gespielt (Entscheidungssatz bis 8).  Bis es dahin kam hatten die Fanclubs aber schon 7 Spiele in den Knochen bei 30° C auf dem Platz. Trotzdem war ihr Siegeswillen und der Spieltrieb ungebrochen. Liebe Damen und Herren der Bundesligateams, da könnt Ihr echt stolz auf Eure Fans sein. Die gekühlten Getränke, vor allem das zu 2,00 €, sorgten für beste Stimmung.

Das Finalspiel wurde auf dem Centercourt ausgetragen. Die Temperaturen sind zum Glück etwas gesunken, trotzdem war die Anstrengung den jungen Spielern auf dem Feld anzusehen. Für Düren war es das erste Mal, dass sie im Finale standen. Soweit waren sie noch nie gekommen. Die Netzinos waren da schon eher alte Hasen, wenn sie diesmal auch in veränderter Formation aufgelaufen sind. Es war ein heißer Kamp, den die Netzinos knapp gewannen. Wir sind damit zum dritten Mal in Folge die Deutschen Fanclub-Meister.

Bei der anschließenden Siegerehrung konnte man dann in die entsprechend glücklichen Gesichter sehen. Auch der Vizemeister aus Düren freute sich über sein Abschneiden und den einzigartigen Pokal, den Olaf Vietzke (Hausmeister der Lankost-Arena) extra zu diesem Anlass geschnitzt hat. Danke dafür.

Danach folgte die After-Work-Party oder Players-Party. Die Fanclubs fanden sich frisch geduscht und putzmunter im Festzelt ein und feierten und sangen gemeinsam. Jeweils ein oder zwei Vertreter von jedem Fanclub trafen sich noch einmal, um über einige Details für den Ablauf folgender Meisterschaften zu sprechen und Erfahrungen in der Organisation auszutauschen. Dabei wurden auch die nächsten Austragungsorte festgelegt. 2014 wird erstmalig ein Fanclub der Damenliga die Meisterschaft austragen. Sie findet beim VfB Suhl statt. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. 2015 sind die Moskitos aus Düren Ausrichter. Sie feiern ihr 20jähriges Vereinsbestehen in diesem Jahr. Die 10. Fanclubmeisterschaft geht dann an die Elbe zu den Wilden Wölfen in Dresden.

Nach einer recht kurzen Schlafpause gab es dann am Sonntag wieder pünktlich um 7:00 Uhr Frühstück. Kaffee war das begehrteste Getränk an diesem Morgen und das Essen eher Nebensache. So ziemlich Jeder brauchte Streichhölzer, um die Augen offen zu halten, aber es wurde gleich munter drauf los geplaudert. Alle stärkten sich ausgiebig für den Zeltabbau und die anstehende Heimreise. Gegen 11:00 Uhr waren dann alle Fanclubs auf dem Weg in ihre Heimat in unterschiedliche Richtungen. Für die Netzinos hieß es nochmal Zähne zusammenbeißen und abbauen und aufräumen.

Wir haben Euch alle gerne zu Gast gehabt. Nur durch EUCH ist die 7. Fanclub-Meisterschaft das geworden was sie war, ein unvergessliches Erlebniss. Wir wünschen allen Teams eine erfolgreiche Saison und hoffen Euch in Suhl alle wieder zusehn und vielleicht noch den Einen oder Anderen neuen Fanclub kennen zu lernen. Bis dahin dürfte dann auch der Muskelkater weg und alle Mückenstiche verschwunden sein.

Unser Dank geht an unsere Sponsoren, die uns bei der Ausrichtung geholfen haben: WKW Wärmegesellschaft Königs Wusterhausen mbH, MEINNINGER Hotels, Landkost Ei EzG, Pulverbeschichtung Krause & Splett, Dr. Ute Kallien, Sprequell, Bäckerei Wahl. Lisa Hörcher für die wahnsinnig vielen schönen Fotos, die wir nach und nach einstellen, um nicht den Speicher zu sprengen ;), Olaf Vietzke für das Känguru und den Netzinos für den unermüdlichen Einsatz vor und hinter den Kulissen.

 

 


4 Kommentare bisher

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Jürgen
Ein Kommentar vom 23.07.2013 » 01:02

„Liebe Damen und Herren der Bundesligateams, da könnt Ihr echt stolz auf Eure Fans sein.“
Welch wahre Worte Mario!
Leider lässt ein erstes Sichten der FB-Beiträge und den „Likes“ dazu nicht erkennen, dass sich die Damen und Herren auch nur die Bohne dafür interessieren, was bei ihren Fans abgeht. Ich hoffe und wünsche, dass sich da noch etwas ändert…


Angelika
Ein Kommentar vom 23.07.2013 » 06:50

Ein wunderschöner Bericht lieber Mario! Auch wenn ich nicht dabei war, die Resonanz aus den Dürener Reihen ist so etwas von positiv in allen Richtungen.
Wenn jede FC-Meisterschaft so wird, dann freuen wir uns auf noch ganz viele.
Und dann werden wir 2015 in Düren auch alles geben, damit es so schön wird wie in KW.
Ganz liebe Grüße an alle!
Eure Angelika vom Moskitos-Fanclub


Hans-Jochen Rodner
Ein Kommentar vom 30.07.2013 » 11:38

Hallo Netzinos,
Glückwunsch zum Bericht (jetzt weiß ich wie es war!), zum Turnier, den vielen fleißigen Helfern, den Sponsoren, den Teilnehmern, zum positiven Feedback und dem TITELVERTEIDIGER. Tapfer!
Leider konnte ich nicht das Beachhighlight direkt miterleben, umso gespannter war ich auf einen Bericht.
Liveticker war auch kaputt. Die DVL wollte zuviel von SKY.
Bis bald am Netz!


Hans
Ein Kommentar vom 30.07.2013 » 17:45

1.Danke an die MAZ, die uns in einer selten dagewesenen Größe veröffentlicht hat.
2.Meine Entschuldigung an Team Netzino II: Ihr habt die Vorrunde natürlich auf dem 2. Platz abgeschlossen.
3.Sorry, Janika, ich war es, der Deinen Vornamen falsch geschrieben hat!




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